Verdauungsprobleme im Ausland: Ursachen und Tipps

Ursachen von Verdauungsproblemen und Tipps für eine gesunde Verdauung im Ausland: Was Sie im Ausland unbedingt beachten sollten um die Verdauung im Gleichgewicht zu halten und Verdauungsprobleme durch fremde Bakterien zu verhindern.

Ursachen von Verdauungsproblemen im Ausland
Ob Geschäftsreise, Urlaub mit der Familie oder Backpacking um die Welt, Bakterien wie Escherichia coli-Arten, Shigellen und Salmonellen sind häufige Auslöser von Verdauungsproblemen. Sie lauern überall und können die geplante Reise schnell ungenießbar gestalten. Besonders Risikoregionen wie Lateinamerika, Afrika und Asien können eine große Belastung für den Körper darstellen.

Jährlich leiden 80 Millionen Reisende an Verdauungsproblemen im Ausland. Der Grund, weshalb diese Probleme meist nur bei Reisenden auftreten ist, dass die Darmflora der Einheimischen bereits an das für die jeweilige Region spezifische Erregerprofil angepasst ist. Im folgenden Abschnitt finden Sie nützliche Tipps, welche Ihnen dabei helfen die Gefahr von Verdauungsproblemen im Ausland stark zu reduzieren.

Vorbeugung und Tipps
1. “Cook it, peel it or forget it “ zu Deutsch: „Kochen, durchbraten, schälen oder bleiben lassen!“

Dieser Merksatz kann Ihnen dabei helfen die größten Risikofaktoren, welche zu Verdauungsproblemen führen, zu umgehen und sollte daher unbedingt eingehalten werden. Folgende Lebensmittel sollten stets gemieden werden:

  • rohes Gemüse

  • Salat und Salatsoßen mit Mayonnaise

  • Rohe Eierspeisen

  • kalte Buffets

  • Speiseeis

  • roher Fisch & Meeresfrüchte

Nichtsdestotrotz sollten Sie trotzdem darauf achten ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen, beispielsweise in Form von gekochtem Gemüse, Vollkornprodukten und Vollreis.

2. Leitungswasser

Nicht nur das Leitungswasser aus dem Hahn sollten Sie in jedem Fall vermeiden, auch auf Eiswürfel sollte in Risikoregionen verzichtet werden. Weisen Sie den Kellner bei der Getränkebestellung unbedingt darauf hin, die Eiswürfel wegzulassen oder versichern Sie sich, dass diese mit Mineralwasser aus der Flasche hergestellt wurden, um unnötige Verdauungsprobleme zu vermeiden.

3. Zähneputzen & Duschen

Beim Zähneputzen und Mund ausspülen vergisst man schnell das verunreinigte Leitungswasser. Benutzen Sie daher abgepacktes Mineralwasser zum Zähneputzen und spülen Sie ihren Mund nicht mit Leitungswasser aus. Auch beim Duschen sollten Sie stets darauf achten, kein Leitungswasser in den Mund zu bekommen.

4. Hygienische Maßnahmen

Häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife hilft den Körper vor Keimen zu schützen. Besonders nach kleinen Ausflügen und der Rückkehr ins Hotelzimmer sollten Sie die Hände gründlich waschen und im Idealfall noch mit Desinfektionsmittel desinfizieren. Infektionen und Erreger werden meist durch Schmierinfektion übertragen und können unangenehme Verdauungsprobleme hervorrufen. Versuchen Sie das Reiben der Hände in die Augen oder an den Mund zu vermeiden, da ansonsten unerwünschte Erreger in den Körper gelangen können.

5. Probiotische Darmkulturen

Zusätzlich zu den oben aufgezählten Maßnahmen gibt es die Möglichkeit mit probiotischen Nahrungsmitteln die Verdauung zu stärken. Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Miso sind gute Beispiele hierfür. Falls diese Nahrungsmittel kein fester Bestandteil Ihres alltäglichen Speiseplans sind, besteht die Möglichkeit auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Diese können entweder als Vorbereitung vor Abreise oder zur Stärkung während ihrer Reise eingenommen werden. Zur optimalen Vorbereitung ist es sinnvoll sich in einer Apotheke professionell beraten zu lassen.